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Fr., 07. Jun. 2019

Mobilität in der Bürener Kernstadt

Dritte Beteiligungswoche erfolgreich abgeschlossen

Büren. Mit zahlreichen Anregungen beteiligten sich die Bürenerinnen und Bürener auch an der dritten „Frage der Woche“. In dieser Woche ging es um das Thema Mobilität in der Kernstadt. Die „Frage der Woche“ wird im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) durchgeführt, dass zurzeit für die Bürener Kernstadt erarbeitet wird.

Wichtigstes Verkehrsmittel in der Bürener Kernstadt ist das eigene Auto. Persönliche Flexibilität, die Topographie der Stadt und mangelnde Alternativen sind Gründe hierfür. Einig sind sich die Teilnehmenden der Online-Beteiligung, dass gerade zu den Stoßzeiten Lösungen für den Verkehr in der Bürener Kernstadt gefunden werden müssen. Als Lösungsvorschlag werden zum Beispiel ein Kreisverkehr in der Lindenstraße oder die Öffnung der Straßen zwischen der Burg- und Nikolausstraße in beide Richtungen genannt. Auch der Ausbau von Mitfahrergelegenheiten in Form einer Plattform für Pendlerinnen und Pendler kann den Verkehr in der Kernstadt reduzieren.
Das Thema Parken ist den Bürenerinnen und Bürenern ein großes Anliegen. Dazu zählen der Bedarf an mehr Parkplätzen, beispielsweise in Form eines Parkhauses, barrierefreies Kurzparken am Markt sowie eine zeitliche Begrenzung des Parkplatzes in den Almeauen.

Trotz der vorhandenen Topographie stellt das Fahrrad für manche Bürenerinnen und Bürener das Hauptverkehrsmittel dar, teilweise neben dem PKW. Schnelle Wege sind ein Vorteil des Radverkehrs. Ohne elektrischen Antrieb werden die Wege aber zum Teil als zu steil oder auch als zu weit bewertet, da nicht alle Besorgungen direkt in der Kernstadt erledigt werden können. E-Bikes bieten eine Chance für den Radverkehr in der Kernstadt.
Als problematisch wird jedoch die Fahrradunfreundlichkeit der Kernstadt eingeschätzt. Fahrräder und Autos treten häufig in Konkurrenz zueinander. Neben der Schaffung von Fahrradwegen könnte auch der Ausbau von Nebenstraßen für den Radverkehr eine Lösung bieten. So wäre der Radverkehr unabhängig von PKW- und Busverkehr. Zur Stärkung des Radverkehrs wünschen sich die Bürenerinnen und Bürener eine größere Rücksichtnahme im Straßenverkehr, mehr lokale Werbung für den Radverkehr sowie zusätzliche Park- und Abschließmöglichkeiten für E-Bikes.

Der ÖPNV besitzt zwei wesentliche Rollen in der Kernstadt: im Schülerverkehr sowie in der Anbindung an Paderborn und Geseke. Die Busverbindungen sind weitgehend zufriedenstellend für die Bürenerinnen und Bürener. Eine Optimierung der Bushaltestellen und vor allem der Preisgestaltung wurde mehrfach erwähnt. Angebote wie Jahreskarten werden als Verbesserung der Preisgestaltung gesehen.
Als zusätzliche öffentliche Beförderung wird die Wiederaufnahme eines Taxibetriebes gewünscht oder ein bedarfsgerechtes Stadtbuskonzept. So können Angebot und Nachfrage im Stadtverkehr individueller aufeinander abgestimmt werden. Auch die Wiederanbindung an den Schienenverkehr ist ein Anliegen der Bürenerinnen und Bürener.

Zukunftsfähiges Potential im Modal Split wird von den Bürenerinnen und Bürenern eher kritisch bewertet. Das Konzept würde aufgrund der Größe der Stadt, der Topographie sowie der Tatsache, dass sich Auto- und Fahrradfahrer Straßen teilen, nicht funktionieren. Ein zeitlicher Gewinn wäre nicht in Aussicht und der Aufwand, das Verkehrsmittel zu wechseln, zu groß. Andere Bürenerinnen und Bürener sind hingegen zuversichtlich, bewerten die Umstiegspunkte als ausreichend und nutzen das Konzept bereits oder würden es bei entsprechend ausgebauter Infrastruktur nutzen. Carsharing, Leihroller oder Leihfahrräder könnten einen Anreiz schaffen.

Aktuell läuft unter www.bueren.de die vierte „Frage der Woche“ zum Thema Fußwege in der Kernstadt.

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