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Di., 28. Mai. 2019

Forschungspreisträger Dr. Oliver Strube von der Universität Paderborn präsentiert Ergebnisse seines ausgezeichneten Forschungsvorhabens

v. l. Dr. Oliver Strube und Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, bei der Ergebnispräsentation des ausgezeichneten Forschungsvorhabens „Enzymmoderierte Phosphor-Regeneration“. v. l. Dr. Oliver Strube und Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, bei der Ergebnispräsentation des ausgezeichneten Forschungsvorhabens „Enzymmoderierte Phosphor-Regeneration“. Foto: Universität Paderborn, Jennifer Strube

Paderborn. Am Mittwoch, 22. Mai, präsentierte Dr. Oliver Strube, Chemiker der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Paderborn, in einem hochschulöffentlichen Vortrag vor dem Universitätspräsidium und der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit „Enzymmoderierte Phosphor-Regeneration“. Für dieses Vorhaben wurde er 2017 mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet, der mit insgesamt 150.000 Euro der höchstdotierte Preis ist, den die Universität vergibt. Mit der Auszeichnung sollen besonders außergewöhnliche Forschungsvorhaben eine Realisierungschance erhalten.

Strube arbeitet mit seinem Forschungsprojekt im Grenzbereich von Biochemie, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft. „In unserem Projekt geht es um sichere und nachhaltige Landwirtschaft, um dadurch die Menschheit dauerhaft ernähren zu können“, so Strube. Es könne zukünftig problematisch werden, die wachsende Bevölkerung weiterhin zu versorgen, da der wertvolle Rohstoff Phosphor bereits in wenigen Jahrzehnten unwiederbringlich aufgebraucht sein könnte. Ohne Phosphor ist jedes Leben unmöglich. Besonders kritisch ist, dass es in Düngemitteln durch keinen anderen Stoff ersetzt werden kann, erklärt der Chemiker. „Unser Ziel ist die unbegrenzte Gewinnung hochreiner Phosphorverbindungen zur Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung für die gesamte Menschheit“, sagt Strube. Mit einer innovativen Forschungsidee untersucht der Wissenschaftler, ob und wie Phosphate direkt aus Abwässern, wo diese nach ihrem Durchlauf durch die Nahrungskette landen, ohne vorherige Fällung gewonnen und so wiederverwendet werden können. Durch den Einsatz spezieller Enzyme soll das Phosphat im Abwasser mit geringem Aufwand isoliert und gezielt entfernt werden, damit es anschließend direkt wieder in der Landwirtschaft einsetzbar ist. Strube konnte nun nach intensiven Recherchen und Untersuchungen einen Machbarkeitsnachweis seiner Idee liefern und plant für die Zukunft eine Weiterentwicklung, gemeinsam mit interessierten Partnern. Er bedankte sich bei der Universität für die Förderung des Forschungsvorhabens und hofft, dass in absehbarer Zukunft ein Prototyp zum Einsatz kommen wird.

 

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